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Mit Begeisterung und unbändigem Siegeswillen

Mit Begeisterung und unbändigem Siegeswillen

(Berlin) „Wir wollen in Peking gute Gäste sein, aber nicht zu viele Gastgeschenke dort lassen“, erklärt Manuela Schmermund, die Europameisterin im Sportschießen, mit einem Augenzwinkern. Damit ihre Vision wahr wird, hatte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hochrangige Politiker, Vertreter von Verbänden, Journalisten und natürlich Sportler zu einer sportpolitischen Tagung in den Berliner Reichstag eingeladen.

Vom 6. bis 17. September 2008 werden 4000 Athleten aus 150 Ländern um mehr als 400 Medaillen kämpfen. „Das sind mehr als zu den Olympischen Sommerspielen davor“, sagt der chinesische Botschafter Dong Junxin. Es sollen die besten und die größten Paralympics werden, die es jemals gab, fügt er mit Stolz hinzu. Das kann er auch, denn zum chinesischen Trainingskader gehören rund 6000 behinderte Athleten. Dagegen müssen die 200 deutschen Sportler schwer ankämpfen. „Die Chinesen spielen in einer anderen Liga“, betont die Schwimm-Weltmeisterin Kirsten Bruhn.

Die Paralympics sind aus dem Sportkalender nicht mehr wegzudenken. Seit 1988 finden sie immer am selben Ort, wie die Olympischen Spiele statt, genau drei Wochen nach diesen. Seit der Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 müssen Städte in ihren Bewerbungsunterlagen auch die Ausrichtung der Paralympics einbeziehen. Sie werden vom selben Organisationskomitee wie das der Olympischen Spiele koordiniert.

Der Bund unterstützt den Behindertensport mit 4,45 Millionen Euro. Im Jahr 2002 waren das noch 3,88 Millionen Euro. „Für das nächste Jahr ist eine Steigerung von 30 Prozent vorgesehen“, erklärte der Sportminister Wolfgang Schäuble. „Zumindest in dieser Frage sind wir uns in der Koalition einig.“ Hinzu kommen noch einmal 1,8 Millionen Euro Entsendekosten für die deutsche Delegation zu den Spielen in Peking. „Ohne diese Förderungen wären die Spitzenleistungen im Spitzensport nicht möglich“, betonte Schäuble.

Die Paralympics spielen eine immer größere Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung. Thomas Fuhrmann vom ZDF erklärte, dass in Athen die Olympischen Sommerspiele 3,5 Millionen Zuschauer gesehen haben. Das entspricht einem Marktanteil von 26,4 Prozent. Die Paralympics haben 740.000 Zuschauer gesehen, das entspricht 7,3 Prozent Marktanteil. Auch aus Peking wird das öffentlich rechtliche Fernsehen große Beiträge senden.

Übrigens, Radio4Handicaps wird in gewohnter Weise spannende Live-Reportagen direkt aus Peking senden. Unsere Reporter bereiten sich schon darauf vor und freuen sich, allen Hörern, die nicht vor Ort sein können, einen unmittelbaren Eindruck zu vermitteln.

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