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Neues Denken - Leben Stärken
90 Jahre Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin
mit einem Frühlingsfest startete die Fürst Donnersmarck-Stiftung am 31. März 2006 ihr Jubiläumsjahr. Die 1916 durch Fürst von Donnersmarck gegründete Stiftung befasst sich mit der Rehabilitation Körper- und mehrfachbehinderter Menschen sowie mit der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Gebiet. Das Motto für das Geburtstagsjahr lautet „Neues Denken – Leben Stärken“. Damit macht die Stiftung ihren Ansatz deutlich: Neue Wege gehen, innovative Ideen entwickeln, um so gemeinsam mit Menschen mit Behinderung ihre Lebenssituation und gesellschaftliche Stellung nachhaltig zu stärken. Gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung und Empowerment (engl. für „Befähigung“) sind dabei die Kernbegriffe ihrer Arbeit. Schon der Gründer hatte einen fortschrittlichen Rehabilitationsansatz. Er förderte nicht nur die medizinische Versorgung, sondern stärkte die Stellung der Versehrten des Ersten Weltkrieges, indem er etwa die Einstellung „Schwerbehinderter“ in Betrieben und Behörden förderte.
Heute ist die Stiftung mit rund 550 Mitarbeitern in den Bereichen Rehabilitation, Freizeit, Bildung, Beratung und Touristik tätig. Hier realisiert sie wegweisende Projekte wie das HausRheinsberg Hotel am See, ein barrierefreies Ferienhotel, das in seiner Art und Ausstattung einzigartig in Deutschland ist. Das Rehabilitationszentrum in Frohnau, das Fürst Donnersmarck-Haus, sucht mit seinem spezifischen Angebot zur Rehabilitation von Menschen mit Schädel-Hirn-Traumata seinesgleichen. Aber auch „im Kleinen“ ist die Stiftung am Puls von Menschen mit Behinderung, so organisiert sie regelmäßig die „SchatzSuche“, eine Single-Party für Menschen mit Behinderung.
Im Jubiläumsjahr möchte sich die Fürst Donnersmarck-Stiftung mit einer Vielzahl von Veranstaltungen präsentieren, den Blick für ungewohnte Perspektiven öffnen und vor allem den lebendigen Dialog zwischen Menschen mit und ohne Behinderung weiter fördern. Dazu lädt sie Bewohner und Gäste, Klienten und Mitarbeiter, Kooperationspartner und Interessierte ein, Antworten auf persönliche und gesellschaftliche Fragen mit ihr neu und laut zu denken. Und sie besinnt sich ihrer Wurzeln und lobt einen mit 30.000 Euro dotierten Forschungspreis für Arbeiten aus dem Bereich neurologische Rehabilitation von erworbenen Schädigungen des Nervensystems aus. Der Preis wird im November vergeben
Internet: www.fdst.de













