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Werkstätten: Messe 2007 - Die besten Projekte ausgezeichnet

“exzellent”-Preis auf der Werkstätten:Messe verliehen

Nürnberg/Frankfurt am Main, den 22. Februar 2007 Auf der heute beginnenden, 22. Werkstätten:Messe in Nürnberg ist der “exzellent”-Preis 2007 für die besten Projekte zur Integration behinderter Menschen in das Arbeitsleben verliehen worden. Überreicht wurde die Auszeichnung, die nach 2006 zum zweiten Mal in den Kategorien Produkt/Dienstleistung”, “Kooperation mit Unternehmen der Erwerbswirtschaft” und “Bildung” vergeben wird, von Günter Mosen, dem Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM), Frankfurt am Main. Drei Jurys aus namhaften Experten bewerteten vor allem, wie die > eingereichten Projekte dazu beitragen, behinderte Menschen in das Erwerbsleben zu integrieren, ob ihnen ein originelles Konzept zugrunde liegt und welche Zukunftsaussichten sie haben. Daneben spielten außerdem der Umfang und die Komplexität der geschaffenen Arbeitsplätze eine besondere Rolle. Alle Preisträger sind auf der vom 22. bis 24. Februar stattfindenden 22. Werkstätten:Messe in Nürnberg vertreten.

“Blumenmatte” ist Produktsieger In der Kategorie Produkt kürte die Jury unter Vorsitz von Prof. Rido Busse die “Blumenmatte” der Landshuter Werkstätten gGmbH zum Gewinner. Hierbei handelt es sich um ein Tuch aus Baumwollvlies, das man im Garten, auf dem Balkon oder zur Dachbegrünung auslegen kann und auf der sich junge > Wildblumen befinden, die dann anwachsen. Da sich das Vlies nach zwei bis drei Jahren selbst abbaut, ist keine Entsorgung notwendig. Die Jury fand, daß es sich hierbei um ein originelles Konzept und eine eigenständige kreative Leistung handelt, die außerdem von den Landshuter Werkstätten zum Patent angemeldet ist. Hervorgehoben wurde die große Arbeitsintensität bei der Herstellung der Blumenmatten, die es ermöglicht, zahlreiche Mitarbeiter der Werkstätten zu beschäftigen. Außerdem wurde gelobt, daß es> sich um ein ökologisches Produkt handelt und daß das Konzept leicht auf andere Werkstätten übertragbar ist.

Neben einem Gewinner hat die Jury noch die Bewerbung “Kuli-Camp”, einen Imbisswagen der ZAW Lebenshilfe Zollernalb mit einer lobenden Erwähnung bedacht.> Vernetztes Bildungskonzept der Fliedner Werkstätten prämiert Den Preis in der Kategorie “Bildung” haben die Fliedner Werkstätten, Mülheim/Ruhr, für ihr an den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung ausgerichtetes netzwerkorientiertes Berufsbildungskonzept “Übergang Schule-Beruf” erhalten. Die fachkundige Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Wolfgang Seyd, Universität Hamburg, lobte insbesondere die innovative Vernetzung unterschiedlicher Bildungssysteme, das differenzierte und individuell ausgerichtete Bildungsangebot und die Vielzahl der Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Trägern für Menschen mit Behinderung. In ihrer Begründung erklärten die Juroren, dem prämierten Konzept komme “eine beispielgebende und übergeordnete Bedeutung zu”. Kooperationspreis geht an zwei Werkstätten Den ersten Platz des Preises “exzellent:kooperation” in der Kategorie für das beste eingereichte Projekt zur Zusammenarbeit zwischen einer Werkstatt und einem Unternehmen der Erwerbswirtschaft teilen sich in diesem Jahr zwei Gewinner: Die Pfennigparade aus München und die GWW – Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH Sindelfingen. Beide Projekte erhielten von der Jury die gleiche Punktzahl. Die Pfennigparade wurde für das Projekt “Digitalisierung von Buchhaltungsbelegen” ihrer PSG Programmier-Service GmbH ausgezeichnet. Im Rahmen der seit 1998 bestehenden Zusammenarbeit übernimmt die PSD heute die Digitalisierung von Buchhaltungsbelegen zahlreicher deutscher und internationaler Standorte der Infineon AG und der Qimonda AG, beide München.

Täglich sind zwischen 15 und 20 Werkstattmitarbeiter aus der PSG und zwei weiteren Werkstätten damit beschäftigt, den Eingang der Buchhaltungsbelege zu bearbeiten, die Dokumente zu erfassen, zu digitalisieren und zu archivieren. Es gibt unterschiedlich komplexe Arbeitsplätze, von einfachen Arbeiten bis hin zu Tätigkeiten auf Sacharbeiterniveau. Die PSG trägt gegenüber dem Auftraggeber Sorge dafür, > daß Datensicherheit und Datenschutz gewährleistet sind und die gesetzlich vorgeschriebenen Archivierungsrichtlinien eingehalten werden. Der zweite Preisträger, die GWW, wurde ausgezeichnet für ihr Kooperationsprojekt mit der RUKU GmbH & Co. KG. aus Illertissen, einem mittelständischen Anbietern von Zeltgarnituren und Biergartenmöbeln. Im Rahmen einer partnerschaftlichen Arbeitsteilung übernimmt die GWW die gesamte Fertigung von Bierbanken und -tischen für die vorher getrennt produzierenden Partner, jährlich rund 60.000 Festzeltgarnituren. Die Firma RUKU, die hierzu ihre Fertigung aus Tschechien nach Deutschland zurück verlagert, ist zuständig für den Vertrieb. Insgesamt entstehen bei der GWW rund 60 neue Arbeitsplätze für behinderte Menschen. Aus Sicht der Jury könne man auf Grund der engen wirtschaftlichen Verzahnung und gemeinsamer Investitionen fast schon von einem “gemeinsamen” Unternehmen sprechen.

Über die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen: Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Ihre 650 Mitglieder sind die Träger und Einrichtungsleitungen von rund 2.000 Werkstätten, die die berufliche Eingliederung und gesellschaftliche Teilhabe von 260.000 dort beschäftigten, schwer behinderten Erwachsenen zum Ziel haben. Insgesamt vertritt die BAG:WfbM über 94 Prozent aller > anerkannten WfbM in Deutschland. Ihren Mitgliedern dient sie als Beraterin und Interessenvertreterin in allen fachlichen und politischen Angelegenheiten. Seit 2006 verleiht sie an Werkstätten jährlich den “exzellent:preis” in den Kategorien “Produkt”, “Bildung” und “Kooperation mit Unternehmen der Erwerbswirtschaft”.


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